Sound tweaken - Soundbeispiele und Erläuterungen

Fragen, Antworten, Berichte zum Thema

Moderator: Doc

Forumsregeln
Auf der anderen Seite sitzt ein Mensch! - Erst lesen, dann denken, dann posten! - Fasse Dich kurz! - Deine Artikel sprechen für Dich. Sei stolz auf sie! - Achte auf die Aufmachung Deines Artikels! - Wähle den passenden Betreff! - Vorsicht mit Humor und Sarkasmus! - Kürze den zitierten Text! - Achte auf die gesetzlichen Regelungen und den guten Ton! - Kommerzielles NUR im Werbeforum

Nutzungsbedingungen im Detail - Datenschutzrichtlinie

Sound tweaken - Soundbeispiele und Erläuterungen

Beitragvon Murphey » Mittwoch 29. März 2006, 20:07

Hallo Liners,

dank der Anregungen von Simon alias Schmaasmuck möchte ich gerne diesen Thread eröffnen. Hier soll es sich hauptsächlich darum drehen wie man Sounds tweakt und das ganze anhand von Sounddateien für POD, Flextone, Vetta & Co, sowie am besten einem MP3 erläutert werden. Diskussionen, Anregungen und Fragen zu Sounds oder Vorgehensweisen sind zwar erwünscht, aber möglichst On-Topic. Außerdem wären Erläuterungen und Beispiele für den Effekteinsatz toll, denn gerade hier ist ja weniger oft mehr...

Für längere Ausschweifungen sollten man einen neuen Thread eröffnen, der sich auf diesen bezieht bzw. die Mods können das Thema teilen.

Ich hoffe auf rege Beteiligung und darauf, dass wir alle was lernen. Achso neben dem ganzen tweaken und Effekttüfteln ruhig auch mal die Gitarre in die Hand nehmen und ÜBEN (!!!!). Am besten mit einem ganz einfachen Cleansound oder ganz ohne Amp, denn das verbessert deinen SOUND. Das tweaken ist dann sozusagen die Kür :brille .

Als Einstieg hier schon mal die (imho tollen) Ausführungen von Simon:

schmaasmuck hat geschrieben:
ok, mal ein bisschen direkthilfe;

Aus meiner neuen Reihe: "Soundeinstellen leichtgemacht" :lol

1. Effekte aus, Hall aus
2. Dreh am Ampregler, spiel, und such dir den Amp raus, der dir bis dahin am meisten zusagt.
3. Drück den Ampregler, dann kannst du die verwendete Box einstellen, nimm auch hier was dir am besten gefällt. (die Vintage 30 klingen bei Verzerrten sachen saugut, jedenfalls bei mir)
4. Als Grundlage dreh Gain, Bass, Middle, Treble in die Mittelposition und Presence ganz zu.
5. Sound nach Geschmack ändern, und hinterher dezent bei Bedarf die Effekte dazu

die Regler:

Gain:
je mehr, desto verzerrter,desto weniger durchsetzungsstark,desto mehr Kompression also auch mehr Sustain
je weniger, desto unverzerrter, desto durchsetzungsfähiger, desto dynamischer, desto weniger Sustain

also nicht übertreiben, sondern sobald ein Heavysound heavy anfängt zu klingen, dann gut sein lasssen. (Bei Solosounds kanns evtl. ein bisschen mehr sein)

Bass:
der Regler bestimmt wie voluminös der Sound untenrum wird, auch hier gilt: nicht zuviel, das matscht und wummert nur und is im Bandgefüge eher hinderlich

Middle:
einer der wichtigsten Regler überhaupt. je mehr, desto spürbarer/körperhafter wird dein Sound (der Schlag in die Magengrube-effekt) und desto ortbarer aber auch topfiger; je weniger, umso Hifi-Mässiger, weniger ortbarer und muffiger.
man darf/soll ruhig je nach Geschmack die Mitten zugeben.

Treble:
das obere ende vom Sound. zuviel klingt schrecklich Schrill und tut in den Ohren weh, zuwenig macht den Sound mumpfig. also grad soviel, dass der Sound schön luftig wird.

Presence:
vorsichtig und nur bei Bedarf einsetzen. das kann schnell Harsch und schrill klingen. Dieser Regler fügt noch Brillianzen und Obertöne hinzu.

noch ein Wort zum Hall:
in livesituationen am besten ganz aus, da die Halle schon genug hallt, und man sich selber nur zumatscht.
beim Üben daheim klingts geil, je nach Bedarf.

Effekte:
das würde das Thema sprengen.


Achtung bei Bandlautstärke klingen die Sounds auch anders als bei Zimmerlautstärke. Das liegt am Fletcher-Munson (richtig geschrieben?) Effekt deiner Ohren. Einfach mal die Suchfunktion benutzen.


So, das mal als kleine Step to Step Anleitung. Damit sollte einem amtlichen Sound nichts mehr im Wege stehn und man ist nicht auf irgendwelche Download-Patches aus dem WWW. angewiesen. :zipped

Das is nur meine persönliche Vorgehensweise, wie ich sie für sinnvoll halte und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. weitere Tips erwünscht. (wenn für gut befunden, und ein bisschen ausgebaut, wärs evtl. was für die Knowledgebase?)

Gruß
Simon


Von mir auch noch mal meine 5 Tipps zum tweaken von Customtone-Sounds für den Bandeinsatz:

1. Je lauter man live spielt, desto weniger Bässe braucht man für einen fetten Sound!
2. Je lauter man live spielt, desto weniger Gain braucht man zum rocken!
3. Je lauter die Band spielt, desto mehr Mitten braucht man, um im Bandgefüge präsent zu sein!
4. Je größer der Raum in dem man spielt desto weniger Hall benötigt man (häufig fast gar kein Hall)!
5. Umso mehr Sounds man live benutzt, desto gestresster wird der Tontechniker!

Wie bei allen gilt auch hier: Die goldene Mitte finden. Also bitte nicht Bässe und Gain komplett rausdrehen, Mitten voll rein, Hall komplett aus (hier stimmts evtl.) und nur ein Sound :ichdoofie. Einfach nur als Anhaltspunkt nehmen und den Lieblingssound im Proberaum entsprechend der Hinweise ein bißchen nachbearten, dann klappts auch mit dem Nachbar :king.

Viele Grüße und rock on!!
Daniel

P.S.: Soundbeispiel liefere ich nach... anahand eines Sounds von Steve Vai's - For the love of god *versprochen!
Rock on
Murph
Benutzeravatar
Murphey
Power User
Power User
 
Beiträge: 934
Images: 7
Registriert: Sonntag 25. April 2004, 10:26
Plz/Ort: Stuttgart

Beitragvon guido » Mittwoch 29. März 2006, 22:07

Danke für deine Arbeit, Daniel! :king, Hab´s mal auf wichtig gestellt! ;)
guido
 

Beitragvon schmaasmuck » Donnerstag 30. März 2006, 05:21

hab meinen Artikel auch schon für die Knowledgebase verfasst und ein wenig umgeschrieben bzw. erweitert. Er müsste glaub ich nur noch freigegeben werden.

Gruß

Simon
Line6 POD HD500, Gibson LP Smartwood, Ibanez SAS36FM, Seagull Cedar S6, Ultimate Ears UE-5, AKG K271
schmaasmuck
Power User
Power User
 
Beiträge: 882
Images: 1
Registriert: Montag 27. Juni 2005, 13:07
Plz/Ort: Westmittelfranken

Beitragvon Mucky » Donnerstag 30. März 2006, 09:46

schmaasmuck hat geschrieben:
hab meinen Artikel auch schon für die Knowledgebase verfasst und ein wenig umgeschrieben bzw. erweitert. Er müsste glaub ich nur noch freigegeben werden.

Gruß

Simon


ist so eben freigegeben !
Mucky
 

Beitragvon schmaasmuck » Donnerstag 30. März 2006, 10:42

Dankeschön :thanks0
Line6 POD HD500, Gibson LP Smartwood, Ibanez SAS36FM, Seagull Cedar S6, Ultimate Ears UE-5, AKG K271
schmaasmuck
Power User
Power User
 
Beiträge: 882
Images: 1
Registriert: Montag 27. Juni 2005, 13:07
Plz/Ort: Westmittelfranken

Beitragvon goudy » Donnerstag 30. März 2006, 11:08

danke schmaasmuck für den informativen Hintergrund (und erst noch gratis!) :hide
Neben den Amp-Einstellungen finde ich (gerade als Variax-User) aber auch noch wichtig, welche Gitarre / Gitarrenmodell vor dem Amp angeschlossen ist, bzw. welche Pickups zum Zug kommen und wie der Klangregler der Gitarre den Klangregler des Amp beeinflusst.

Wann kommt prinzipiell ein Strat/Tele Modell zu8m Zug, wann eine Paula oder Semi? Was erreiche ich prinzipiell mit einem Singelcoil oder Humbucker? und für Workbench-User: was bewirkt soundmässig eine parallel- oder Serieschaltung der PU's?

Wie kann ich bei einem Song erkennen, mit welchem Git-Modell er gespielt wird?

Ich bin auf diesem Gebiet noch relativer Frischling, habe schon einiges probiert aber gemerkt, dass ich mich nach Stunden tweaken immer irgendwie im Kreis drehe. Eine Tweak-Struktur die bereits beim Gitarrenmodell, den PU's und den Gitarrenreglern anfängt.(vielleicht erst mal bezogen auf die Variax und Workbench - es gibt sonst ja sooo viele Gits) Kann mir da ein "Profi" weiterhelfen, und vielleicht die Antwort auch in die Knowledgebase stellen?

Habe hier schon mal einen Raster vorbereitet (kann ihn leider mangels Erfahrung nicht selber ausfüllen)

Gitarrenmodell:
Tele:
klingt typisch im Song: "....." von: "...."
ist geeignet für folgende Effekte im Solo: ......
ist geeignet für folgende Effekte im Rhyt: ......
Klangregelung bewirkt v.a.: ......
Gut geeignet in Verbindung mit folgendem Amp-Modell:

Strat:
klingt typisch im Song: "....." von: "...."
ist geeignet für folgende Effekte im Solo: ......
ist geeignet für folgende Effekte im Rhyt: ......
Klangregelung bewirkt v.a.: ......
Gut geeignet in Verbindung mit folgendem Amp-Modell:

LesPaul:
klingt typisch im Song: "....." von: "...."
ist geeignet für folgende Effekte im Solo: ......
ist geeignet für folgende Effekte im Rhyt: ......
Klangregelung bewirkt v.a.: ......
Gut geeignet in Verbindung mit folgendem Amp-Modell:

Semi:
klingt typisch im Song: "....." von: "...."
ist geeignet für folgende Effekte im Solo: ......
ist geeignet für folgende Effekte im Rhyt: ......
Klangregelung bewirkt v.a.: ......
Gut geeignet in Verbindung mit folgendem Amp-Modell:

...
etc.
...

und wenn jemand dazu noch soundbeispiele liefern könnte, die die Beschreibung "auditieren" wäre wunderbar ...
Gruss, goudy
:lamer ... keep on modelling ... :guitar
Benutzeravatar
goudy
Experienced User
Experienced User
 
Beiträge: 484
Registriert: Mittwoch 4. Januar 2006, 15:36
Plz/Ort: Bern



Ähnliche Themen


Zurück zu Gitarren & Equipment

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste

cron